Seit dem 01.04.1995 führt die Gemeinde Oppach dieses Wappen. Das in Schildform ausgebildete Wappen wird von einem grünen Rand eingefasst, der auf das den Ort umgebende Landschaftsschutzgebiet "Mittellausitzer Bergland" hinweist. Das Grün der obenstehenden Blätter sowie der weiße Untergrund der oberen Schildhälfte nehmen die Farben des Freistaates Sachsen auf. Das Blau des gewellten Bandes und das Gelb des Untergrundes der unteren Schildhälfte spiegeln die Farben der Oberlausitz wider. Das gewellte Band soll das Beiersdorfer Wasser darstellen. Dieser Bachlauf, der ab dem Busbahnhof "Alter Graben" heißt, teilt den Ort - so wie das Band das Wappen. Die Entstehung des Ortsnamens geht wohl auch auf diesen Bach zurück: "Oberhalb des Baches" – "Oberbach" – "Obbach" - "Oppach.“ Um das Dorf Oppach herum gibt es vier Ortsteile: Picka, Lindenberg, Eichen und Fuchs. Drei davon sind im Wappen symbolisch durch Blätter dargestellt: der Ortsteil Lindenberg durch das Lindenblatt, der durch evangelische Exulanten aus Schirgiswalde gegründete Ortsteil Eichen (im "Eichengrund") durch das Eichenblatt und der durch böhmische Exulanten aus Fugau gegründete Ortsteil Fuchs (die "Fug'schen") durch ein Birkenblatt, welches wohl auf das Adelsgeschlecht Berka von der Duba verweisen soll. Die Gleichfarbigkeit der Blätter soll die Zusammengehörigkeit der Ortsteile im Ort Oppach ausdrücken. Die grafische Anordnung der Blätter verweist auch auf die geografische Lage der Ortsteile in Bezug auf das Dorfzentrum: Lindenberg im Nordwesten, Eichen im Nordosten und Fuchs im Süden.


Wappen Beiersdorf
Beiersdorf

Stadtwappen Partnerstadt Uhingen
Uhingen

Stadtwappen Neusalza-Spremberg
Neusalza-Spremberg

Wappen Sohland
Sohland

Wappen Ebersbach-Neugersdorf
Ebersbach-Neugersdorf

Wappen Schluckenau
Sluknov (Schluckenau)

Wappen Georgswalde
Jirikov (Georgswalde)

Die Gemeinde Oppach - früher und heute

In einem der Täler des landschaftlich reizvollen Oberlausitzer Berglandes liegt die Gemeinde Oppach.

Bereits im Jahre 1336 wird das als Waldhufendorf entstandene Oppach erstmals urkundlich erwähnt. Über die Jahrhunderte hinweg waren Ackerbau und Viehzucht der Haupterwerbszweig der Dörfler.

Oppach und das Nachbardorf Taubenheim waren die ersten Landgemeinden in der Oberlausitz, die sich bereits um 1524 der Reformation anschlossen. Ende des 17. Jahrhunderts fanden, vertrieben durch die Gegenreformation in Böhmen, protestantische Glaubensflüchtlinge aus Fugau und Schirgiswalde in Oppach eine neue Heimat. Durch sie entstanden die Ortsteile Fuchs und Eichen. Mit den Exulanten hielt die gewerbliche Hausweberei in Oppach Einzug, aus der später die ersten Textilfabriken hervorgingen. Ende des 19. Jahrhunderts hatte sich Oppach zum Industriestandort gewandelt.



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Historisches Bild Oppach

Heute ist Oppach eine Gemeinde mit ca. 2.500 Einwohnern auf einer Fläche von 801 ha. Neben dem Zentralort Oppach gehören die vier Ortsteile Lindenberg, Picka, Eichen (Oberoppach) und Fuchs (Neuoppach) zur Gemeinde.

Mit dem Nachbarort Beiersdorf bildet Oppach eine Verwaltungsgemeinschaft. Sitz der gemeinsamen Gemeindeverwaltung ist das Rathaus in Oppach. Seit 2008 gehört die Gemeinde Opppach zum Landkreis Görlitz und pflegt zudem eine Partnerschaft zur Stadt Uhingen im Landkreis Göppingen (Baden-Württemberg).

Fünfgemeinde Seit dem Jahr 2000 gibt es die "Fünfgemeinde", ein lockeres Bündnis aus Orten beidseits der Grenze. Mitglieder der "Fünfgemeinde" auf deutscher Seite sind Neusalza-Spremberg, Sohland a. d. Spree, Oppach und seit 2011 Ebersbach-Neugersdorf sowie auf tschechischer Seite Schluckenau (Sluknov) und Georgswalde (Jirikov). In jedem Jahr am Pfingstsonntag findet auf dem Jüttelsberg (Jitrovnik) bei Königswalde (Ortsteil von Schluckenau) ein Freundschaftstreffen der Bürgerinnen und Bürger beidseits der Grenze statt.

Brunnenpfad Pegasus (Foto: Regine Hengst) Von den in Oppach ehemals traditionell angesiedelten Betrieben der Textil-, Natursteine- und Elektroindustrie sind auch unter dem Einfluss des wirtschaftlichen Umbruchs von der Plan- zur Marktwirtschaft in den 1990-er Jahren heute nur noch kleine Restaktivitäten übrig geblieben. Dafür haben sich andere Unternehmen erfolgreich am Markt etabliert, so z.B. die überregional bekannte Oppacher Mineralquellen GmbH & Co. KG. Ebenfalls im Gewerbegebiet "Wassergrund" siedelte sich im Jahr 2008 die Industriefirma ATN Hölzel GmbH mit ca. 100 hochqualifizierten Arbeits- und Ausbildungsplätzen an. Zahlreiche Kleinbetriebe, Handwerker und Freiberufler bestimmen heute das wirtschaftliche Erscheinungsbild Oppachs.

Die Gemeinde Oppach liegt inmitten der Erholungsregion Oberlausitz und ist Mitglied der Touristischen Gebietsgemeinschaft "Feriengebiet Oberlausitzer Bergland". Panorama der Gemeinde (Foto: Lothar Neumann) Unseren Gästen stehen ca. 80 Betten in Privathäusern und 35 Betten in Hotels und Gasthöfen zur Verfügung. Die Touristinformation im Schützenhaus "Haus des Gastes" ist auf eine gute und sachkundige Betreuung unserer Gäste eingerichtet. Die Kegelbahn im Schützenhaus bietet den Oppachern und ihren Gästen die Möglichkeit für Veranstaltungen und Geselligkeit.

Unsere gemütlichen Gaststätten "Erntekranzbaude", "Heiterer Blick" und "Mondschänke" sowie das Hotel "Gondelfahrt" halten manchen einheimischen Leckerbissen für den Gaumen bereit und laden ihre Gäste auch zum Tanz. Die "Oberlausitzer Musikantenscheune" (früher "Sachsenlandhalle") bietet in gemütlicher Atmosphäre Musikveranstaltungen an.

Das Oppacher Freibad garantiert Schwimm- und Badespaß für die ganze Familie. Den Gästen stehen dort neben 50 m-Schwimmerbecken, 3 m-Sprungturm und Röhrenrutsche außerdem ein Beachvolleyballplatz und Tischtennisplatten sowie großzügige Liegewiesen zur Verfügung.
Oppach verfügt über eine eigene Grundschule. In der seit dem 31.08.2013 Willi-Hennig-Grundschule heißenden Einrichtung lernen ca. 100 Schülerinnen und Schülern in den Klassenstufen 1 bis 4.
Die kommunale Kita "Pfiffikus" beherbergt ca. 180 Kinder in den Bereichen Krippe, Kindergarten und Hort.

Evangelische Kirche (Foto: Ulrike Schmidt) Katholische Kirche (Foto: Dieter Rothland) Oppach hat 2 Kirchen mit regelmäßigen Gottesdiensten:

Die evangelische Kirche (links) im Ortszentrum wurde vor wenigen Jahren innen und außen saniert. Nachts wird der Kirchturm angestrahlt.
Kontakt: Evangelisch-Lutherisches Pfarramt
August-Bebel-Str. 14, Tel. 035872/33167

Die katholische Kirche (rechts) im Ortsteil Fuchs erhielt im Jahr 2009 einen neuen Glockenturm.
Kontakt: Römisch-Katholisches Pfarramt
August-Bebel-Str. 55, Tel. 035872/32769

Brücke am Grenzmühlteich (Foto: Christa Hauptmann) In und um Oppach bieten markierte und gut ausgebaute Rad- und Wanderwege viele Möglichkeiten, die herrliche Umgebung kennenzulernen. Beliebte Wanderziele in der unmittelbaren Umgebung sind der Pickaer Berg, die Kälbersteine, der Bieleboh und die Steinklunsen. Ein markierter Ringweg führt zu den schönsten Winkeln von Oppach. Kenntnisse über die heimischen Flora und Fauna vermittelt ein Lehrpfad, der durch den Schlosspark und rund um den Gondelteich führt. Am Haus des Gastes befinden sich Ausgangspunkt und Ziel des im September 2006 eröffneten "Oppacher Brunnenpfades". Dieser 4,4 km lange Themenwanderweg führt auf den Spuren des Pegasus naturnah durch eines der Quellgebiete des Oppacher Mineralwassers und bietet viel Sehens- und Wissenswertes für die ganze Familie.